Social Media Marketing | Spricht man schon über Sie?

 

Soziale Netzwerke oder Social Networks sind virtuelle Gemeinschaften von Usern. Sie funktionieren nach dem Prinzip von Geben und Nehmen. Die Mitglieder unterhalten sich über Hobbys und Beruf, zeigen einander Fotos, helfen einander, Probleme zu lösen, fachsimpeln über gemeinsame Interessen, lästern, loben und lachen gelegentlich auch in aller Öffentlichkeit  – was in vielerlei Hinsicht Probleme aufwerfen kann.

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Mobbing hat durch soziale Netzwerke und Videoplattformen wie YouTube neue Formen angenommen. Ähnlich wie die Stars aus der YouTube Szene, die regelmäßig Beschimpfungen und Verleumdungen über sich ergehen lassen müssen, ist ein hoher Prozentsatz von Facebook Nutzern schon einmal Opfer einer Cyber-Mobbing Attacke.

In Social Media-Sites gilt normalerweise das »Follower-Prinzip«: Wer jemand anderen, sei es ein Unternehmen oder eine Person, interessant findet, kann diesem folgen. Das bedeutet, dass man seine Beiträge abonniert, egal ob es sich bei diesen Beiträgen um Statusmeldungen, Blogbeiträge, Videos, Fotos, Tweets, Bookmarks oder Nachrichten handelt. Sehr oft beruht dieses Folgen auch auf Gegenseitigkeit.

 

Fakten: Was Sie noch nicht über Social Media wussten

Einerseits:

Social Media Marketing ist unschlagbar: In dem Aspekt der Many-to-Many-Kommunikation. Anders als mit traditionellen Werbemitteln sind nicht Sie allein es, der Ihre Botschaft streut, sondern die Gespräche der Community: Man redet über Sie, und sie reden mit.

So gesehen können Sie sich als Unternehmen aus Social Media nicht heraushalten. Social Media bietet nicht nur großen Marken neue Chancen, sondern auch kleinen Firmen und Freiberuflern.

Andererseits:

Eine Studie des Pew Research Centers vom Februar 2016 zeigt unter anderem, dass das Interesse an Social Media in Deutschland deutlich geringer ausfällt als in anderen Ländern. Nur jeder zweite Befragte, der Internetnutzer ist oder ein Smartphone besitzt, nutzt nach dieser Studie soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter.

In Deutschland scheint Social Media vor allem für jüngere User interessant zu sein. In der Altersgruppe 18 bis 34 geben 81 Prozent an, soziale Netzwerke zu nutzen. Bei den jungen Erwachsenen und in der Altersgruppe ab 35 Jahren sinkt der Wert dann jedoch auf 39 Prozent ab.

Was Social Media Marketing tatsächlich ist, wird in dem knapp 3 minütigen Video anschaulich gezeigt:

 

 

Auswahl des Netzwerks

Frage: „Welches der Netzwerke soll man für Online Marketing auswählen?“
Antwort: „Das, welches am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt. Und das, bei dem man seine Zielgruppe findet.“
Im Geschäftskundenbereich sind das Xing, Linkedin und Google+, im Privatkundenbereich am ehesten Facebook, Youtube, Pinterest und Instagram.

 

Facebook. Erzähle alles deinem Therapeuten – aber nicht Fb

Geheimnisse für sich behalten wie Edward Snowden

Auf Facebook sind jeden Tag 21 von 28 Millionen Nutzern mehrfach täglich und überdurchschnittlich lange unterwegs. Facebook ist schließlich vielseitig:
Auf Ihrer Facebook-Seite können Sie Statusmeldungen à la Twitter veröffentlichen, mit Besuchern ins Gespräch kommen, Videos einbinden, Fotos hochladen (auf Facebook stehen mehr Fotos als auf jedem Fotoportal im Internet), chatten, Diskussionen anstoßen, spielen, Umfragen durchführen und Veranstaltungen planen.

Facebook finanziert sich erfolgreich durch Werbeanzeigen und ist mittlerweile nicht nur ein soziales Netzwerk, sondern eine riesige Werbeplattform mit sehr ausgefeilten Funktionen und Möglichkeiten um Nutzer ohne große Streuverluste kostengünstig anzusprechen. Unternehmen können sich mit einer Facebook Seite effektiv eine starke Marke aufbauen. Zudem ist so eine Seite ein zeitgemäßer Kanal für guten Kundenservice.

Die meisten Unternehmen legen es bei Facebook darauf an, möglichst viele Fans zu bekommen. Hinter diesen Versuchen steht die Annahme, dass jedes Facebook-Mitglied im Durchschnitt etwa 100 »Freunde« im Netzwerk hat und jede Statusmeldung, die auf der Zeitleiste dieses Mitglieds erscheint, auch an diese 100 »Freunde« weitergeleitet wird – ein Schneeball-Effekt.
Und die Grundlage, auf der virales Marketing basiert.

Tue Gutes und rede darüber: Wenn Sie sich für einen guten Zweck engagieren oder besondere Verantwortung in sozialen Bereichen übernehmen, berichten Sie ruhig darüber, und zwar nicht nur auf Ihrer Website, sondern auch bei Facebook und Twitter, in Ihrem Blog und überall, wo dieses Engagement von Interesse ist.

 

Twitter – sekündliche Statusmeldungen | Das Leben in 140 Zeichen

Das soziale Netzwerk Twitter ist ein Kurznachrichten Dienst mit 140 Zeichen. Die Kurznachrichten können öffentlich aber auch privat versendet werden. Twitter eignet sich dadurch sowohl für die Kommunikation im geschäftlichen, sondern auch für den Austausch im privaten Umfeld. Zuletzt

twitterwurden immer weitere von anderen Netzwerken bekannte Funktionen integriert wie beispielsweise Gruppen und Videos. Auch bei Twitter sind relevante Inhalte oberstes Gebot. Es geht darum, sich und seine Firma als kompetenten Gesprächspartner zu profilieren, also Trust (Vertrauen) aufzubauen.

 

Google+, das bessere Facebook

Google Plus gehört zu den ernstzunehmenden Facebook-Alternativen und punktet vor allem mit umfangreichen Foto-Features wie Auto-Effekten und Stories. Sowohl in Sachen Nutzerbasis als auch in Sachen Funktionen lässt Google Plus kaum etwas vermissen.  Beiträge sind bei Google+ hinsichtlich der Zeichenzahl nicht beschränkt, sodass man seinen ausgehenden Beitragsstrom für kurze Meldungen oder auch wie einen Blog benutzen kann. Im Gegenteil zu Facebook werden auf dem sozialen Netzwerk des Suchmaschinenanbieters keine Werbeanzeigen eingeblendet.

Ein Aspekt, der sowohl bei Facebook als auch bei Google+ gegeben ist, ist das Prinzip der Unternehmensseiten. So können auch Unternehmen ein Profil bei Google+ anlegen. Diese nennt das Unternehmen jedoch nicht Profil, sondern „Google+ Seiten“ bzw. „+Pages.

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Eine Erweiterung ist Google+ Local. Hier findet man lokale Unternehmen, über die man eigene Erfahrungen schreiben kann – natürlich kann man die von anderen Nutzern auch nachlesen. So kann man sich schon vor dem Kontakt eine Meinung bilden. Wichtig: Mit Google+ Local wird man in der Google-Suche, auf Google Maps oder Google+ gefunden, auch und besonders mobil, z. B. am Smartphone.

 

Instagram – die Fotobude

Instagram (gegründet 2010) ist ein Social Network, das komplett auf Fotos und kurze Videos ausgerichtet ist und vor allem über Smartphone-Apps genutzt wird. Über diese können Fotos bearbeitet werden: Mit Hilfe verschiedener Filter können die Farben bearbeitet  werden oder die Fotos mit Rahmen versehen werden.instagram
Anschließend werden diese entweder privat oder öffentlich geteilt, kommentiert und getaggt. Instagram ist also vereinfacht gesagt ein simples Foto-mach- und Foto-teil-Programm. Wer aus Datenschutzgründen eine Facebook-Alternative sucht, sollte sich allerdings bewusst sein, dass Instagram seit 2012 zum Facebook-Konzern gehört. Ob sich der Kauf für Facebook allerdings gelohnt hat, möge dahin gestellt bleiben.

 

Pinterest – Inspiration nicht nur für Frauen

Mit Pinterest können User Fotos, Artikel, Orte und mehr in Sammlungen “festpinnen” sowie den Sammlungen anderer Nutzer folgen. Ein Vorteil und ein herausstechendes Merkmal dieses Netzwerks ist, dass hinter deinem hochgeladenen Bild auch ein direkt der Link zu der Webseite enthalten ist, auf welcher man das Bild gefunden hat.pinterest

Die gewichtigsten Themen auf Pinterest sind Mode, Design, Reisen, Kunst, Infografiken, „Do-it-yourself“-Inhalte oder auch Kochrezepte, womit sich das Social Network etwa als Ideeenpool für kreative Hobbyisten anbietet . Pinterest ist deshalb besonders für Mode-Online-Shops eine gute Werbeplattform, da gepinnte Beiträge oft direkt auf diesen verlinken und gerade die Frauen dazu gewillt sind, diesen aufzurufen und sich weitere Produkte anzuschauen.
Für Unternehmen bietet sich also auch hier großes Potential, Kunden, insbesondere Kundinnen, mit ihren Produkten anzusprechen und für sich zu gewinnen. Denn viele User, vor allem Frauen, finden durch Pinterest die nötige Inspiration, die sie zum Kauf von Produkten bewegt.
Der Fokus von Pinterest liegt also ganz klar auf Bildern, während Textelemente wie Titel und Beschreibungen nur als Zusatzinformationen dienen .
Immer wieder warnen allerdings Anwälte vor möglichen rechtlichen Konsequenzen durch das unberechtigte Teilen von urheberrechtlich geschützten Bildern.

 

Das Social Media Prinzip

Spätestens zum jetzigen Zeitpunkt stellen sich vor dem Hintergrund erheblichen zeitlichen und möglicherweise auch finanziellen Aufwands wahrscheinlich ein paar Fragen:
„Lohnt sich das?
Brauchen wir das?
Gibt unser Budget das her?“

Soziale Netzwerke sind das Gesicht des neuen, dynamischen und interaktiven Internets. Das uns allen bekannte Internet mit seinen kaum jemals aktualisierten Websites ist schon lange tot. Heute ist das Netz eine Dialogplattform, auf der jeder mit jedem über alles und jedes sprechen kann – wenn er es denn möchte. Und wenn er es kann.

Fast alle Unternehmen und Dienstleister können durch die Social Networks mehr Bekanntheit erlangen und ihre positiven Seiten herausstellen, also ihre Marke (Branding) stärken. Mit der entsprechenden Problemlösungsmentalität (Wie kann ich das Leben meines Kunden erleichtern?) sollte es gelingen, gesunde Beziehungen zu bestehenden und potenziellen Kunden aufzubauen. Noch nie war es so einfach zu zeigen, dass wir unsere Kunden mögen.


Online-Marketing

8 praktische Möglichkeiten, wie Sie über Social Media neue Kunden gewinnen

Um die richtigen Kanäle für Ihr Social Media Marketing auszuwählen, müssen Sie natürlich zuerst an Ihre Strategie und Ihr Targeting denken:
Wer ist Ihre Zielgruppe (demografische Eingrenzung, z. B. Frauen zwischen 30 und 50, die aus Hamburg kommen und Pferde mögen)?
Wenn diese Überlegungen abgeschlossen sind, können Sie daran gehen, Ihre Strategie zu implementieren. Aber denken Sie daran: Wenn Ihr Betrieb Haftcreme herstellt, ist es sehr unwahrscheinlich, über Facebook neue Kunden zu gewinnen oder Vertriebskanäle zu erschließen. Besteht Ihre Zielgruppe überwiegend aus jungen Erwachsenen oder Jugendlichen, ist es wichtig, Ihre „Freunde“ zu Aktivitäten zu animieren:

  • Veröffentlichen Sie Termine
  • Laden Sie zu Events ein
  • Veranstalten Sie Gewinnspiele
  • Verteilen Sie Coupons
  • Starten Sie Umfragen
  • Schreiben Sie offene Stellen aus
  • Bieten Sie Ihren Rat und Serviceleistungen an
  • Tragen Sie zur Unterhaltung bei

 

Sie sehen also, dass Ihr Engagement in sozialen Netzwerken sehr viel mehr sein kann, als nur »Online Marketing« im klassischen Sinne. Und – positiver „Nebeneffekt“: Sie werden von den Suchmaschinen nicht länger ignoriert.

Zum guten Schluss noch eine Social Media Kampagne eines kleinen Unternehmens mit einem geringeren Marketingbudget, aber einer exzellenten Idee. In dem Video, das für 4.500 Dollar produziert wurde, wird auf witzige Art und Weise gezeigt, wie günstig Interessenten Rasierer und Pflegeprodukte erwerben können, die ansonsten vergleichsweise teuer sind.
Das Video erzielte eine hohe virale Reichweite und steigerte den Bekanntheitsgrad des Unternehmens um ein Vielfaches.

 

Übrigens:

YouTube Marketing wird eines unserer nächsten Themen sein.

 

 

 

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